Wo ich grad so schön in Erinnerungen schwelge (meine Schwester Tina sitzt bestimmt wild nickend vor ihrem PC sollte sie dies alles mal lesen. Und wartet mit Sicherheit auch auf die Story, die sie live erlebt hat *giggel*. Aber nu filme ich erstmal) ..................
Nachdem wir die Zeit, in der mein Zweitgeborener noch gurgelte wie ein Truthahn filmfrei verpasst hatten war es an der Zeit sich ein Gerät an zu schaffen mit dem man Erinnerungen in Wort und Laufbild festhalten kann. Obwohl so eine Cam ja keinen Kaffee kochen kann fanden wir die Anschaffung langsam notwendig. Die Kaffeemaschine lief auch recht munter und musste wohl erstmal nicht ersetzt werden. Also kauften wir eine Filmkamera. Son Mistding ist ja auch nix besser als nen Fotoapperat. Ich merkte recht schnell dass ich genauso schlecht filmte wie fotografierte. Dennoch lag lange Zeit die Filmkamera filmbereit in Reichweite. Weil nämlich die Jüngste sonen merkwürdigen Tick hatte. Sie konnte grad laufen und aß so gerne Sand. Jeden Abend in ihrem ersten Sommer war mehr Sand als sonstwas durch ihren Magen gegangen und in der Windel gelandet. Aber es war Sommer, wir hatten einen Garten damit die Kinder viel an die frische Luft kamen und so hockte ich jeden schönen Tag debil in die Luft guckend auf der Terassen und passte auf dass meine beiden Jüngsten nicht abhauten. Für die Abwechslung hatten sie so eine Minirutsche. Ein Platikteil mit 2,5 Stufen und so hoch wie ein Küchenstuhl. Meine Jüngste war schon recht früh des Kletterns mächtig und diese Rutsche war ihr Berg. Ich telefonierte grad mit meinem Mann als ich im eine verbale Liveübertragung der Rutschenbesteigung mit lustigem Ausgang erzählen konnte:
Das winzigkleine Mädel kletterte mühsam die für sie riesige Rutsche hoch. Oben, auf der kleinen Standplattform stellte sie sich hin und schaute voller Stolz in die große weite Welt (also bis zur Hecke). Dann geriet sie ins Trudeln. Begann zu wanken und zu tribbeln und kippte wie die bekannte gefällte Eiche vornüber. Die Ruschseite der Rutsche entlang. Da die Rutsche im Sand stand schoss dieses Kind auch mit dem Kopf vorran in den Sand. Mit Schmackes! Der Kopf verschwand zum Teil im Sand. Wech war se. Mein Mann brüllte ins Telefon dass ich mich unterstehen sollte den Fotoapperat zu holen. Aber ich wollte ja eh sehen wie es weiter ging. Mein süßes kleines Töchterchen rappelte sich in die Hocke, das Gesicht gepudert und guckte sich den Sand mit ihrem Gesichtabdruck an. Und dann griff sie sich ne Hand voll Sand, stopfte ihn in ihren Mund, stand auf und wackelte zur Rutschentreppe.
Danach hatte ich die Filmkamera lange Zeit immer griffbereit in der Nähe.
