Ach ja, die war ja auch noch am Montag.
Bei dem brüttigen Wetter.
Unser Schulparkplatz war natürlich mal wieder gesperrt. Aber das war dann nicht ganz so schlimm. Ich konnte gleich am Wald parken. Und stand dort ewig blöd rum weil Michaela und Iris vor der Schule rum gammelten. Aber irgendwann kamen sie dann doch an gewackelt. Sahen gut aus, die Beiden. Jeder mit nem Buggy und darin nen kleiner Junge. Die Harmonie des Anblicks wurde nur durch den Hund an Michaelas Seite gestört. Der war entweder dort zu viel oder bei Iris zu wenig.
Es ist klar, wer den Hund im Wald aufs Auge gedrückt bekam. Ein Husky!!!! Also ein Rennhund. Die Kreide für die Markierungen bekam auch ich. Ich war ja nur mit Hund und ohne Buggy viel beweglicher.
Michaela sagte ja immer dass der Hund gar nicht mehr so viel rennen will. Weil er ja schon 9 Jahre alt ist. Aber ich glaube, der Hund hat sich gedacht dass er Jahre jünger ist wenn er bei mir an der Leine ist.
Weiß jemand wie heiß es auch im Wald in NRW am Montag war?
Ich sauste also hinter dem Hund kreuz und quer durch den Wald um verzweifelt im Vorbeiwetzen nen Pfeil an nen Baum zu bekommen. Derweil sah ich dann immer als vorbeizischende Schatten Iris und Michaela gemütlich sabbelnd des Weges entlang schlendern.
Nach einer halben Stunde war ich schweißgebadete. Der Hund hatte immer noch nen Heidenspaß mit mir vor und zurück zu flitzen. Ich glaub, der ist gar nicht zu alt zum Rennen. Der hat nur keinen Bock immer brav neben dem Buggy zu trotten und macht deshalb bei Michaela einen auf alter Hund!
Nach einer Stunde düste ich mal wieder von hinten kommend an den beiden entspannten Mütter vorbei und rief über die Schulter: "Sehe ich jetzt wenigstens schon dünner aus?". Und schon verschwand ich Schweißtropfen versprühend, vom Hund gezogen gen Horizont. Und immer wieder zerrte ich das Vieh zwecks Markierungen wieder zum letzten Baum mit glatter Rinde (die sind echt selten in unserem Wald) zurück.
Nach 1,5 Stunden wurde der Hund etwas ruhiger. Ich war so nass als hätte ich gebadet. Es war schrecklich brüttig im Wald. Den Müttern ging es aber recht gut.
Da ich ja ein recht fußfauler Mensch bin und an meinen Sohn, der wohl alle negativen Eigenschaften seiner Mutter erbte (aber immerhin das gute Aussehen des Vaters), dachte habe ich auch überall noch Smilies gemalt. Was der Hund gar nicht gut fand. Der gab eh immer dann noch mal Hackengas wenn ich stehen bleiben wollte. Der Hund hat sich prima amüsiert im Wald. Nach 2 Stunden war ein Ende der Strecke ab zu sehen. Dem Hund ging es immer noch prima.
Nach 2,5 Stunden hatten wir alles verbuddelt. Alle Hinweise, Karten und Aufgaben. Und den Schatz! Den wir nun bewachen mussten. 1,5 Stunden hingen wir blöd im Wald ab und harrten der Horden dir dort suchten. Mit Kaffee und so. Natürlich. Ich trocknete sogar.
Alles in allem war die Schatzsuche ein großer Erfolg. Die Begleitmütter haben die Schatzsuche sehr genossen. Sie waren begeistert. Und die Lehrerin rückt unsere tollen Reime und die geniale Schatzkarte nicht mehr raus. Hmpf!
