Sonntag, 11. Januar 2009

Schrumpfbären

Wer jetzt meint, es wäre nur eine kleine Flamme der Bastellust bei mir aufgeflackert und schon wieder verlöscht, der irrt.

Zum Beispiel habe ich geschrumpft! Jawoll, die Bären. Vom Chrisbärenmann, der bestimmt kartonweise die Bärenstempel im Keller stehen hat (so als Musterexemplare zum Verschenken an reiche VIPs, die dann Bärenwerbung machen) und nie auf nen VIP trifft weil er eh auf sonen VIP-Rummel keine Lust hat.

Ich hab ja mittlerweile ein stark geprägtes Bild vom Chrisbärenmann. Gott gebe, dass ich ihn niemals zufällig treffe und dann mein Chrisbärenmannweltbild völlig zerstört wird.

Ehe ich nun schreibe wie in meiner Vorstellung dieses Chrisbärenmannnichttreffen statt findet erstmal die Schrumpfbären (die sich mittlerweile zu gar putzigen Schlüsselanhänger, die ich vergaß zu fotografieren und schon versandfertig machte *schäm*)

Sind sie nicht herzallerputzig? Wenn die ollen Stempel doch nicht so viel Geld kosten würden. Oder ich viel Geld hätte *megaseufz*.

Mein Treffen mit dem Chrisbärenmann

Es ist ein Wochentag; ich bin grad in Sack und Asche geschlüpft; die Haare noch ungekämmt auffen Kopf mit der grünen Zwacke zusammen getüddelt; das Chaos herrscht in allen Räumen und ich denke mir: "Was solls? Die Bagage ist aus dem Haus und ich hab Zeit, Zeit, Zeit *singundtänzel*". Auf dem Weg in mein Bastelzimmer (ja Sorellina, das mit den Blümchen ist übrigens ne Tapete. Die hab ich auch noch mal im Wohn- und im Esszimmer) höre ich die Türklingel und ärgere mich maßlos über die Ruhestörung. Beim Kehrtmarsch Richtung Haustür wird mir bewusst dass ich nicht türöffnungsfähig gekleidet bin. Also öffne ich die Tür in meiner schon oft geübten Schlangenposition. Mit dem Körper hinter der Tür versteckt, den Kopf über dem direkt neben der Tür befindlichen Treppenschachtsicherheitsgeländer rumschlängelnd nach draußen blickend starre ich auf einen Fremden. "Donner," denk ich noch bei mir "müssen die immer bei mir betteln kommen?" und frage dementspechend grimmig nach dem Begehr des Fremden.

Nun ist es an der Zeit den Fremden zu beschreiben. Er ist zwischen 40 und 50 Jahre alt. So ca. pi mal pü gute 1,60 m groß/klein (je nach Größe des Gegenübers) hat lange, zottelige straßenköterfarbige Haare und ein T-Shirt mit dem Chrisbären drauf (irgendworan muss ich ihn ja erkennen *g*) über sein wohlgerundetes Bäuchlein an. Die Nickelbrille ziert sein rundes Gesicht aufs Allerfreundlichste. Er wirkt auf mich wie eine Mischung aus Peter Maffay und dem Weihnachtsmann.

So lächelte dieser Chrisbärenmann mich entschuldigend an und sagt mit tiefer Brummbärenstimme, die gar lieblich in meinen Ohren klingt (nu kommt die Stelle an der ich immer wieder denke dass ich wohl doch zu viel Werbung gucke ( aber lieber den Chrisbärenmmann als Brad Pitt )) ob er mal mein Telefon benutzen dürfte da er eine Autopanne hat. Da er so nett und weihnachtsmannlich aussieht darf er mein Telefon benutzen. Ich sach also :"Moment, hab Sack und Asche an!" knall die Tür zu und hol das Telefon. Dieses reiche ich ihm, wieder übers Geländer geschlängelt (was mit zunehmendem Gewicht immer schwerer wird *zugeb*) freundlich lächelnd zu. Denn mir schwant ja schon dass mein Tagtraum nu wahr geworden ist.

Natürlich lausche ich dem Telefonat. So hör ich wie er im Leipziger Dialekt (den kenn ich!) sagt, er wär der Chris und brauchte Hilfe von wegen kaputtes Auto und so. Und schon reiß ich, egal ist`s mit Sack und Asche, die Tür auf, reiß mir den Chrisbärenmann ins Haus und sabbeln ihn um und dumm bis er aus seinem kaputten Auto die von mir so sehr begehrten Sternzeichenstempel (wenigstens die!) holt. Ich koch ihm derweil auch nen Kaffee und dann ist die Geschichte zu Ende.

Fazit: Ich hab zu viel Zeit und komm dabei auf echt blöde Geschichten *kicher*.

An alle irren Hausfrauenkiller: Ich würd auch den Chrisbärenmann nicht rein lassen. Nur in meiner Fantasie. Ansonsten wimmel ich alle Fremden aufs Schnellste vor der Tür ab. Es braucht sich also niemand zu verkleiden, hier klingeln, behaupten er wäre der Chrisbärenmann und dann meinen, er käme zum Killen hier rein. Nix da! Gibbet nich!